TY - GEN
SP - 7
TI - Bernsteinelch von Weitsche
AB - Lange schien es, dass mit dem Magdalénien auch der naturalistische Tierstil der Eiszeitkunst verschwand. Die Elchfigur von Weitsche beweist das Gegenteil. Absichtlich mit einem Amulett vor 13800 Jahren auf einem Lagerplatz (Weitsche 2) deponiert, wurde die Bernsteinskulptur beim Pflügen zerbrochen und bis auf die Vorderbeine 1994-2004 ausgegraben. Die geweihlose Elchkuh steht deutlich in der Tradition eiszeitlicher Kunst. Allerdings wurde sie 1000 Jahre später, während des Klimaumbruchs, von den frühen Waldjägern (Federmessergruppen) geschaffen. Der einsetzende Kulturwandel veränderte Motive (Elche ersetzten Rentiere) und Stil (Schematisierung der Mähne und des Körpers). Vermutlich änderten sich die religiösen Vorstellungen der Waldjäger, denn die Elchfigur legt eine rituelle Funktion nahe. (Niedersächsisches Landesmuseum Hannover)
Ausgrabungs- / Untersuchungsdatum: 1994 - 2004
CN - record_kuniweb_675959
ER -