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TI - Der Rote Franz
AB - »Der Rote Franz« ist die mumifizierte Leiche eines erwachsenen Mannes. Mit fast 180 cm Körpergröße war der Tote groß gewachsen, seine Leiche ist erst im Moor auf ihre heutige Größe geschrumpft. Der Mann starb mit 25 bis 30 Jahren. Sein Haar erhielt seine rote Farbe durch die Lagerung im Moor. Hüft- und Oberschenkelknochen lassen erkennen, dass er Zeit seines Lebens viel geritten ist. Als erfahrener Reiter könnte er als Krieger zu Pferd gekämpft haben. Bei der forensischen Untersuchung der Mumie konnte die Todesursache des Mannes festgestellt werden: Er wurde mit einem Schnitt durch die Kehle getötet. In Niedersachsen war es in der Römischen Kaiserzeit üblich, die Toten zu verbrennen. Der im Moor auf natürliche Weise mumifizierter Leichnam des Mannes ist eine einzigartig historische Quelle für Anthropologen und Archäologen – ein Zeitreisender aus der Frühgeschichte Niedersachsens. (Niedersächsisches Landesmuseum Hannover)
Funddatum: 8. Juni 1900
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