TY - GEN SP - 1 TI - Plastik, Betende Maria AB - Die heutige Fassung der Madonna stammt aus dem 19. Jh. Sie
liegt über einer grauen Fassung zur Imitation einer barocken
Sandsteinplastik. Von der ursprünglichen Fassung sind nur
geringe Reste an Krone (ursprünglich vergoldet), Haaren
(ursprünglich dunkelbraun), Haut, Mantel (ursprünglich vergoldet), Gewand (ursprünglich versilbert?) und Sockel erhalten. Im Winkel zwischen der linken Hälfte des Mantels und der über die Knie geschlagenen rechten Hälfte findet sich eine mit Dübel verschlossene Durchbohrung, darin ein Leinenstück mit Knochen, vermutlich eine Reliquie. Ursprünglich war die betende Maria Teil eines Marienkrönungsaltares, der im 17. Jh. umgearbeitet wurde zu einem Altar Jesus und Jünger, wobei Maria „entbehrlich“ wurde, ebenso wie zwei weitere Heilige. (Sebastian Möllers)

Gebrauchsort:
Heeslingen (Zeven, Rotenburg (Wümme), Niedersachsen)

Literatur in Zusammenhang:
Emilie Male, L'art religieux du XIIIe siècle en France, étude sur l'iconographie du moyen age et sur ses sources d'inspiration, Paris 8 1948, S. 232-259

Beschrieben in:
H. W. H. Mithoff, „Herzogthümer Bremen und Verden mit dem Lande Hadeln, Grafschaften Hoya und Diepholz : mit Abbildungen auf Tafel I - X und in Holzschnitten. Kunstdenkmale und Alterthümer im Hannoverschen ; Bd. 5“. Helwing, Hannover, 1878. (S. 49)

Literatur in Zusammenhang:
„Allgemeine Ikonographie : Fabelwesen - Kynokephalen ; mit 336 Abb. Lexikon der christlichen Ikonographie ; Bd. 2“. Herder, Freiburg i. Br., 20121968. (Sp. 671-676)

Beschrieben in:
D. Meyer, „Mittelalter und Neuzeit. Bestandskatalog / Schwedenspeicher-Museum Stade ; 1“. Hansa-Druckerei, Stade, 1992. (S. 62f.)

Beschrieben in:
W. Meyne, „Stader Holzplastiken des 15 Jahrhunderts aus einer einheimischen Werkstatt“. Hansadruckerei R. Stelzer, Stade, 1934. (S. 47-51 mit Abbildung 3 auf S. 50) CN - record_kuniweb_66155 ER -