TY - GEN
SP - 1
TI - En petit comité. (Entwurf für ein Raabe-Denkmal?)
AB - Die karikaturartige Zeichnung von Gustav Bohnsack zeigt den Maurer Heinrich Rieke (1843–1922), der in der linken Bildhälfte am Rohbau des neuen Stadthauses lehnt im Dialog mit Wilhelm Raabe. Dieser sitzt, abgesehen von einem Lendenschurz, unbekleidet auf einem Schemel und ist mit Rieke ins Gespräch vertieft. Die Zeichnung trägt den Titel „En petit comité“ (Im kleinen Kreis) und deutet auf die sehr private Unterhaltung zwischen Raabe und Rieke hin. Im Hintergrund sind die Silhouetten der Stadt Braunschweig zu sehen (Burg Dankwarderode und Dom). Rechts ist ein von Türmen und einer Fratze bekröntes „Massengrab für moderne Architekten“ zu sehen. Unter der Zeichnung hat Bohnsack einen imaginären (?) Dialog zwischen Raabe und Rieke geschrieben. Sie unterhalten sich über die vielen Türme der Stadt Braunschweig und darüber, dass viele Bauwerke erneuert werden müssten. So sprechen sie beispielsweise auch über die Wolfenbütteler Bibliothek. Die Zeichnung ist ein sehr interessantes Dokument, das sehr zugespitzt die Meinungen Raabes und Riekes über die städtebauliche Situation um die Jahrhundertwende ins Bild rückt. (Städtisches Museum Braunschweig, Text: Lars Berg)
Aufschrift:
Bezeichnet, oben rechts, mit Feder in Schwarz: "En petit comité"; signiert unten rechts: "GB. [18]95"
CN - record_kuniweb_2787135
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