TY - GEN
SP - 1
TI - Emplastrum Conii
AB - Arzneigefäß mit historischem Arzneimittel: Emplastrum Conii. Heilpflaster aus einem Öl-Wachs-Gemisch mit Pflanzenextrakten. Andere Bezeichnungen/Synonyme: Emplastrum cicutae, Schierlingspflaster.
Runde, röhrenförmige Arzneischachtel aus Karton, außen mit marmoriertem Buntpapier versehen. Aufgeklebtes Etikett mit handschriftlicher Signatur: Emplastrum Conii. Inhalt : 7 schwarze Pflasterstangen.
Seit dem 17. Jahrhundert im offiziellen Arzneischatz vorhanden. Den Pflastern wurden auflösende und erweichende Wirkungen bei Tumoren, Geschwülsten und Verhärtungen zugeschrieben. Im 19. Jahrhundert erweiterte sich das Anwendungsgebiet auch auf Leber- und Milzschwellungen, Gicht, Rheuma u.a. und wurde als schmerzstillendes Mittel bei Neuralgien eingesetzt. Zum Gebrauch mussten die Pflasterstangen erwärmt und die Masse auf eine textile Unterlage gestrichen werden.
Hergestellt von Apotheker Dr. Ferdinand Gerhard (14.03.1838 - 24.07.1899) (wahrscheinlich), Wolfenbüttel
Gefahrstoff: Coniin (Anette Marquardt)
Verwendungszweck:
Arzneimittel, Heilmittel, Pflaster
CN - record_kuniweb_2686097
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