TY - GEN SP - 1 TI - Hermann Allmers in mittleren Jahren AB - ursprünglich gerahmte Fotografie auf schwarzem Trägerkarton, die Hermann Allmers in mittlerem Alter zeigt; rückseitige Verse vormals durch beidseitig offenen Rahmen lesbar - Antwort auf ein Sonett von Edmund Stubenrauch vom 8. Februar 1880: "Sr. Wohlgeboren/ Herrn Hermann Allmers/ zum 11ten Februar 1880./ Sonett.// Noch hab’ ich nicht Dein theu’res Bild erschaut,/ Ob auch Dein Lied schon lang’ mein Herz bezwungen,/ Weit in die tiefste Tiefe mir gedrungen/ Und drinnen sich ein ewig Heim erbaut.// Mein theurer Meister! Heute ruf’ ich laut:/ Nicht Deinen Jünger wag’ ich mich zu nennen,/ Doch zu der Göttin will ich mich bekennen,/ Der Dichtkunst Göttin, die ja Deine Braut!// Es hat Dein Lied zum Liede mich begeistert;/ Mein theurer Meister, Du hast mich bemeistert/ Durch deutsche Lieder, golden, hell und frei!// Drum zu den Grüßen, die vom Ost und Weste,/ Dich heut’ erfreun an Deinem Wiegenfeste,/ Zähl’ auch den Meinigen, so schlicht er sei! –// Hellingen, b. Königsberg in Franken,/ den 8ten Febr. 1880./ Edmund Stubenrauch" (Briefwechsel III/2, 2019, S. 78).
Noch im folgenden Jahr, am 12. Juli 1881, bedankt sich Stubenrauch für die Fotografie von Allmers förmlich in einem Brief, dem er sein eigenes Portrait beifügt: "Im Anfange des verflossenen Jahres fühlte ich mich gedrungen, Ihnen meine Liebe und grenzenlose hohe Achtung vereint mit den herzlichsten Wünschen zu Ihrem Geburtstage in einem, wohl kaum gelungenen Sonette auszudrücken. Sie beglückten mich dafür mit Ihrem Bilde, hochverehrter Herr! und ahnten wohl kaum welche Freude Sie dadurch Ihrem jugendlichen zwanzigjährigen Verehrer bereiteten der für Ihre in der Gartenlaube veröffentlichten Gedichte längst geschwärmt. Als ich dann in einem Jahrgange dieses Blattes Ihre Biographie fand, da dachte ich mir bei dem Lesen derselben: Ja so muß der freundliche und leutselige Mann sein, der mir so herzliche Worte auf die Rückseite seines Bildes schreiben konnte." (Briefwechsel III/2, 2019, S. 75)
Zwei Fotografien mit leicht abweichender Widmung an Edmund Stubenrauch im NHA erhalten (Vgl. 6.3.055) (T. Mahler 04/2025)

Aufschrift:
"Mit herzichem Gruß/ Rechtenfleth/ Im Febr. 1880. H.Allmers" u. mittig "An Edmund Stubenrauch./ Es sagt mir herzerfreuend dein Gedicht,/ Du möchtest schauen gern mein/ Angesicht./ Hier ist's, doch spiegeln wahrlich meine Lieder,/ Mein Ich dir besser als dies Bildnis wieder/ Und komme ich einmal in dein Heimatsland/ drück ich dir selber wohl die Freundeshand./ H. Allmers." verso (Verse von Allmers' Hand in schwarzer Tinte auf der Fotografie (verso) - Antwort auf ein Sonett von Edmund Stubenrauch vom 11. Februar 1880 (siehe unten))

Beschrieben in:
H. Allmers, H. G. Steimer, und A. Behne, „Briefwechsel mit Freunden in der Ferne 1880-1901“, Briefwechsel, Bd. 3, Teilband 2. Edition Temmen, Bremen, 2019. (Edmund Stubenrauch an Hermann Allmers, 12. Juli 1881, B 25, S. 75-79) CN - record_kuniweb_2661647 ER -