TY - GEN
SP - 1
TI - Elektrisiermaschine
AB - Elektrisiermaschine auf schwarzem Gestell. Aus dem hiesigen Gymnasium. Gerät zur Erzeugung von Reibungselektrizität für Experimente: Durch Drehen der Glasscheibe und Reibung an den Lederkissen lädt sich die Scheibe auf, und die Elektrizität wird bei Berührung spürbar, wenn die experimentierende Person auf isoliertem Untergrund steht.
Vgl. Ordner: Objekbestand/Zusatzinformationen, Modelle/wiss. Geräte; 413 09 01 02
In der Sammlung des Städt. Museums befinden sich Modelle und Instrumente Göttinger Universitätssammlungen. Zu nennen sind hier die „Modellkammer“ (ca. 1734 - 1884) und das „Physikalische Kabinett“ (1789 – 1849).
Modellkammer: Der Grundstock der Sammlung wurde in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts gelegt. Eine gezielter Aufbau und Nutzung in der Lehre erfolgten aber erst später. Die Sammlung setzte sich aus verschiedenen Schenkungen zusammen: beispielsweise Instrumente von Joachim Heinrich von Bülow (1735), einige wenige, große Objekte aus der Schenkung Johann Friedrich von Uffenbachs (die Schenkung machte er 1736, die Objekte kommen aber erst, auch wegen Rechtsstreitigkeiten, 1769/70 in Göttingen an), 1832 die Sammlung mathematischer Instrumente des Professors für Mathematik Bernhard Friedrich Thibaut und die Sammlung Johann Beckmanns (1817). Die Unterbringung der Modellkammer wechselte im Lauf ihres ungefähr 150-jährigen Bestehens immer wieder. Die Sammlung wurde um 1880 aufgelöst.
Physikalisches Kabinett: Lichtenberg verkaufte seine private Sammlung „Apparat von physikalischen Instrumenten“ 1789 an die Universität Göttingen. Die Instrumente wurden 1791 durch Objekte aus der v. Uffenbachschen Donation (s.o.) ergänzt. Diese Sammlung wurde 1799 von Tobias Mayer, Lichtenbergs Nachfolger, übernommen und von diesem Zeitpunkt „Kabinett“ genannt. Sie behielt diesen Namen bis zu ihrer Auflösung 1849. Wichtigstes Verzeichnis der Sammlung bildet Mayers „Catalog des Physikalischen Apparats“ von 1813. Er enthält Hinweise zum Gebrauch der Instrumente und diente der Vorbereitung von Experimenten in den Vorlesungen.
Nutzungsgeschichte: Die Elektrisiermaschine (Sub. E. 13a) wurde in Göttingen von dem Mech. Apel gebaut. Sie ersetzte eine beschädigte Maschine, die in Gebrauch Lichtenbergs war (E. 13, vgl. handschriftlichen Zusatz von Mayer in Mayers Katalog, S. 144). (Städtisches Museum Göttingen)
Literatur in Zusammenhang:
Mayer, Johann Tobias: Katalog des physikalischen Apparates, 1813, H1, E.13a, S. 144. Nickol, Thomas: Edition "Georg Christoph Lichtenberg Vorlesung zur Naturlehre"…S.91 (Vorabdruck).
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