TY - GEN
SP - 4
TI - Netztasche aus "German Silver"
AB - Die hier präsentierte Metallmaschentasche mit kräftig grünem und gelbem Dekor hat einen goldfarbenen Bügel, eine Tragekette und eine Bakelitschließe sowie einen gezackten Abschluss, der ein typisches Charakteristikum der Maschentaschen „Dresden“ ist. In den USA wird der gezackte Abschluss als „Van Dyke“ bezeichnet als direkter Bezug auf den Spitzbart des flämischen Malers Anthony van Dyck (1599–1641).
Feinmaschige Metallnetztaschen dieser Art waren ein modisches Accessoire und begehrtes, schmuckvolles Begleitobjekt zur kurzen Abendmode der Flapper Generation in den 1920er bis 1930er Jahren. Die besondere Farbgestaltung war kein unmittelbarer Erfolg. Mit der Zeit gewann die wie hinter einem Nebelschleier erscheinende Farbgebung der Impressionisten und dem Zeitgeschmack der abstrakten Malerei jedoch immer mehr an Attraktivität.
Die in der angelsächsischen Fachliteratur verwendete Bezeichnung "Dresden" (dazzeling dresden) geht auf die deutsche Firma ‚Dresden und Weiss‘ zurück, die 1918 mit der amerikanischen Firma Whiting & Davis fusionierte. Durch die Patente der deutschen Firma gelang der in den USA ansässigen Firma Whiting & Davis die Entwicklung einer Maschine für ein automatisiertes Verfahren, bei dem kleine Ringe (engl. mesh) mit einem Durchmesser von unter 1mm in mehreren Schritten automatisch in einem flexiblen, fließenden Verbund zusammenfügt wurden.
Nach der Ausstellung „In Frauenhand“ im Jahr 2009 gelangte die Tasche über eine Schenkung aus dem Privatbesitz einer Göttingerin ins Städtische Museum. Sie wurde in einer kleinen Zeremonie übergeben.
(Städtisches Museum Göttingen)
Verwendungszweck:
Accessoir
CN - record_kuniweb_2653395
ER -