TY - GEN SP - 1 TI - Grabmal des Grafen Alexander von der Mark AB - Fotografie von Carl Brasch nach dem Grabmal des Grafen Alexander von der Mark von Johann Gottfried Schadow (1788-90), angefertigt zu Ehren des 1787 verstorbenen Graf Friedrich Wilhelm Moritz Alexander von der Mark, illegitimer Sohn König Friedrich Wilhelms II. von Preußen und seiner Geliebten, der Gräfin Wilhelmine von Lichtenau, mutmaßlich vergiftet, nachdem er und seine Schwester Marianne von der Mark nach der Thronbesteigung ihres Vaters 1786 mit dem gräflichen Titel des 1609 ausgestorbenen und von den preußischen Hohenzollern beerbten Hauses Mark in den Adelsstand erhoben worden waren.
Allmers erhielt die Fotografie nach dem Grabmal, wie auch rückseitig auf dem Trägerkarton vermerkt, als Geschenk von Julius Haeckel, wofür HA in einem Brief vom 11. März 1890 seinen Dank ausdrückt: "Nun aber lassen Sie mich endlich Ihnen freudigen Dank sagen für das schöne Abbild des herrlichen Schadowwerks jenes bedeutsamen Marksteins zwischen der alten aber ausgelebten Kunstperiode, die bis dahin unsre Sculptur characterisirte ud derjenigen, die bis zu unseren Tagen reichte ud in Schilling, Donndorf u Schaper wohl ihre letzten Ausläufer sieht. Nicht, wie Sie sagen, eine kleine Freude, sondern eine wirklich große empfand ich als sich meinem überraschten Blick plötzlich mein Lieblingswerk der ganzen Berliner Kunst darbot und zugleich jene Stunde in lebendiger Weise vor meine Seele rief, da ich vor dem marmornen Vorbilde desselben in der meiner damaligen Wohnung (in der Mittelstraße) benachbarten Dorotheenstädter Kirche zuerst mit Ihnen stand. Ich habe förmlich innerlich aufgejubelt vor Entzücken ud sage| noch heute, daß Sie mich kaum mit irgend etwas Anderem so erfreuen gekonnt hätten als gerade mit dieser Photographie nach der ich damals eben vergebens mich dort umsah." (T. Mahler 09/2024)

Prägung:
"HOF-PHOTOGRAPH/ C. BRASCH/ BERLIN. W." u. mittig (Prägung des Fotografen auf dem Trägerkarton unterhalb der Fotografie)

Inschrift:
"G. Schadow/ inve. et fecit/ 1790" o. re. "FRID. GUILIEL. MAURIT ALEXANDER/ MARCH. COMES/ NAT. D. IV. IAN. MDCCLXXVIIII/ DENAT. D. I. AUG. MDCCLXXXVII/ PATERNIS PROSECUTUS LACRIMIS/ EGREGIIS VIRTUTIBUS ORNATUS/ ARTIBUS INGENUIS MATURE INSTRUCTUS/ AD ALTIORA SE CONTULIT STUDIA/ COELITUM CHORIS IMMIXTUS." mittig (Inschriften innerhalb des fotografierten Grabmals)

Aufschrift:
"Geschenk meines lieben/ jungen Freundes Julius Haeckel/ aus Potsdam." verso u. li. "Grabmal des jungen/ Grafen von der Mark von G Schadow/ in der Dorotheenstädter Kirche zu Berlin" verso u. re. (Bez. von Allmers' Hand in Blei auf dem Trägerkarton)

Beschrieben in:
H. Allmers, H. G. Steimer, und A. Behne, „Briefwechsel mit Freunden in der Ferne 1880-1901“, Briefwechsel, Bd. 3, Teilband 2. Edition Temmen, Bremen, 2019. (B 134, S. 289-297 (an Julius Haeckel)) CN - record_kuniweb_2522848 ER -