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TI - Friedrich der Große in seinen letzten Tagen
AB - Fotografie von Franz Kullrich nach der Gipsfassung zur 1898 ausgeführten Marmorskulptur von Harro Magnussen. Allmers müssen beide Fassungen bekannt gewesen sein, wie aus einem Brief von Julius Haeckel vom 9. Februar 1899 hervorgeht: "Darum hat der Kaiser auch auf Menzels Anregung das Werk von Magnussen erworben und, wo es allein hin paßt, für das Sterbezimmer in Sanssouci bestimmt. Ich glaube, wir haben Magnussen zusammen an diesem spröden Stoffe arbeiten gesehen. Ich fürchtete damals, es würde ihm nicht gelingen. Denn für einen Bildhauer ist eine Darstellung des geistigen Ausdrucks im häßlichen Körper, das letzte Aufflackern| des Geistes im schwindenden Leben ein sehr gewagtes Unternehmen. Ganz sympathisch wird ein solcher bildnerischer Stoff, der mehr malerisch, als plastisch ist, nie sein. Aber ich war später erstaunt, wie gut ihm der Wurf gelungen war, und freue mich für ihn sehr, daß seiner Arbeit dieser höchste Lohn zu Teil geworden ist."
Der Ankauf der Skulptur durch Wilhelm II. brachte Magnussen schlagartig einsetzenden Ruhm und großen Publikumsandrang (Marmorfassung 1945 verscholle, Gipsfassungen heute in der Alten Nationalgalerie Berlin und in der Burg Hohenzollern) (T. Mahler 09/2024)
Aufschrift:
"Harro Magnussen" u. li. (Bez. von fremder Hand in Blei auf dem Trägerkarton)
Prägung:
"Franz Kullrich/ Berlin" u. mittig auf dem Trägerkarton "Franz Kulrich/ Berlin" u. re. innerhalb der Fotografie (Prägung des Fotografen innerhalb der Fotografie und auf dem Trägerkarton)
Beschrieben in:
H. Allmers, H. G. Steimer, und A. Behne, „Briefwechsel mit Freunden in der Ferne 1880-1901“, Briefwechsel, Bd. 3, Teilband 2. Edition Temmen, Bremen, 2019. (B 245, S. 530-534 (von Julius Haeckel))
CN - record_kuniweb_2522724
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