TY - GEN SP - 1 TI - Der Dreibund ("Der Friedensbund") AB - Fotografie von der Photographischen Gesellschaft Berlin nach dem letzten Gemälde von Otto Knille vor dessen Tod 1898 (erstmals zu Reproduktionszwecken im Juni 1896 bei der Photographischen Anstalt; Prägung innerhalb der Fotografie im NHA verweist auf verzögerte Produktion erst 1897, wie OK in einem Brief an HA Weihnachten 1896 bestätigt: "Mein Dreibund ist vielleicht heute in| Wien ausgestellt worden; ich bin gespannt, wie das Bild dort gefällt. Die Photographie ist nach 6 Wochen noch immer nicht erschienen, ich muß in Geduld warten.").
Das Gemälde präsentiert eine Allegorie auf die Bekämpfung des Anarchismus durch die "Friedensmächte" Deutschland, Österreich, Italien und Ungarn in Form des 1882 geschlossenen Militärbündnisses durch die Personifikationen Germania, Italia und Austria, fand im sich wandelnden Zeit- und Kunstgeschmack allerdings keine Begeisterung oder Käufer mehr. Nach dem Tod Knilles versuchte HA mit dessen Bruder Carl einen Unterbringungsort für das Gemälde zu finden und dachte dabei offenbar auch an den nationalliberalen Politiker Rudolf von Bennigsen (1824-1902); letztendlich entschied sich die Witwe Marie Knille wohl dazu, das Bild einer öffentlichen Einrichtung zu schenken, wobei der exakte Verbleib nicht mehr rekonstruiert werden kann, so dass die Fotografie die letzte Möglichkeit ist, das Werk nachzuvollziehen (T. Mahler 09/2024)

Inschrift:
"Otto Knille 1896" u. li. (Signatur und Datierung Knilles innerhalb des fotografierten Gemäldes)

Aufschrift:
"Otto Knille: 'Der Dreibund'" u. li. (Bez. von fremder Hand in Blei auf dem Trägerkarton unterhalb der Fotografie)

Prägung:
"Copyright. 1897, by Photographische Gesellschaft" u. re. innerhalb der Fotografie "Photographische Gesellschaft Berlin" u. mittig auf dem Trägerkarton (Prägung mit Prägestempel der Photographischen Gesellschaft Berlin)

Beschrieben in:
H. Allmers, H. G. Steimer, und A. Behne, „Briefwechsel mit Freunden in der Ferne 1880-1901“, Briefwechsel, Bd. 3, Teilband 2. Edition Temmen, Bremen, 2019. (Abbildung B 216, S. 471 B 223, S. 485-488 (von Otto Knille))

Beschrieben in:
L. Berg, „Otto Knille (1832-1898) - Ein Historienmaler zwischen Düsseldorfer Malerschule und Berliner Akademie Mit einem Katalog seiner Werke“. 2014,. Verfügbar unter: http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:hbz:061-20140911-114334-6. CN - record_kuniweb_2522572 ER -