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TI - Portrait Michelangelo
AB - Lichtdruck nach einem Michelangelo-Porträt, erschienen als Beilage in der "Zeitschrift für bildende Kunst" 1876 (Auflage verso nicht bez.). Druck vermutlich Reproduktion nach der Radierung Giorgio Ghisis (1564-1570), die sich wiederum an den Porträts von Marcello Venusti (um 1535) und Daniele da Volterra (um 1545) orientiert. Zeitschrift versucht in der letztlich erfolglosen Hoffnung auf eine sensationelle Entdeckung, die Radierung als Selbstbildnis dem Michelangelo zuzuschreiben ("Wie bereits direktor Schorn vor Jahren, müssen auch wir das Werk dem Buonarroti selbst zuschreiben. [... W]ir lassen uns dabei nur von dem inneren Gehalte und dem Stil des Werkes beeinflussen. [...] Wir gehen nun noch einen Schritt weiter, indem wir nicht allein die Zeichnung, sondern auch die Radirung dem Meister zuschreiben möchten. Niemand wird etwas Befremdendes darin finden, wenn Michelangelo, der auf so vielen Kunstgebieten heimisch gewesen, auch einmal zur Radirnadel gegriffen hätte. [...] Wir halten die Radirung für das sonst nirgends erwähnte Original, nach welchem G. Ghisi sein Blatt gegenseitig kopirt hat. Eine Schwierigkeit dürfte sich uns allenfalls in der Umschrift entgegenstellen ['Michael Angelus Bonarota tuscorum flos delibatus']: der Meister wird sich nicht selbst loben. Diese Umschrift kann aber erst von späterer Hand hinzugefügt worden sein, vielleicht von Ghisi selbst, da sich dieselben Worte auch auf seinem Blatte am Unterrande finden." [ZfbK 1876, S. 64]) (T. Mahler 05/2024)
Gravur:
"MICHAEL. ANGELUS. BONAROTA. TUSCORUM. FLOS. DELIBATUS..." (Umshrift im Rahmen des Medaillon)
Veröffentlicht in:
Zeitschrift für bildende Kunst. Mit dem Beiblatt Kunst-Chronik, hrsg. von Carl von Lützow (Bd. 11), Leipzig (1876).
CN - record_kuniweb_2508573
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