TY - GEN
SP - 1
TI - Staubkammer für die Gipsfabrik Kienberg (Schweiz), 1906
AB - Zeichnung - koloriert
Herstellungsort – Königshütte, Bad Lauterberg
Auftraggeber und Standort:
Gipsfabrik Kienberg, Schweiz (Kanton Solothurn)
Information:
Die Gipsfabrik ist unter Regie der 'Genossenschaft Schweizer Gipsermeister' 1905 errichtet worden.
Anmerkung zur Gipsfabrik:
In den 1840er-Jahren errichtete Jakob Rippstein, Sohn des Müllers, eine kleine Gipsmühle am Dorfbach. 1903 wurde sie zusammen mit der Gipsfabrik unterhalb des Dorfes an die Gips-Union AG verkauft. Wegen Wegrechtsstreitigkeiten mit diversen Fricktaler Gemeinden kam der Gipsabbau 1905/06 zeitweilig zum Erliegen. Erst 1923, auf Initiative von Ernst Rippstein, einem Enkel Jakob Rippsteins, wurde die Produktion wieder in einer eigenen Fabrik aufgenommen.Die Gips-Union AG ihrerseits wollte dieser Konkurrenz nicht tatenlos zusehen und errichtete 1929 die neue Fabrik, welche nun abgerissen wird, im Oberdorf in unmittelbarer Nähe zu den Steinbrüchen am Lindacker. 1937 übernahm sie zusätzlich den Betrieb von Ernst Rippstein. Produziert wurden in dem neuen Unternehmen unter anderem Spezialgipse, welche hauptsächlich in keramischen Werken, Giessereien und Ziegeleien gebraucht wurden.
Die Blütezeit der Gipsproduktion in Kienberg war in der Zwischenkriegszeit. Neue, synthetische Baustoffe und die Suche der Arbeiter nach anderen Tätigkeiten drängten die Gipsproduktion nach und nach zurück, bis der Betrieb 1976 eingestellt werden musste.
Quelle:
Louis Rippstein: «Kienberg - Die Geschichte einer Juragemeinde», Trimbach 1991, Seiten 229ff.
(Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V.)
Maßstab: 1 zu 25
Literatur in Zusammenhang:
Zollinger, Thomas – Gipsfabrik und Bergwerk Felsenau aus: Minerva Helvetica, Sonderband – 4. Internationaler Bergbau-Workshop, 3.-6. Oktober 2001, Tagungsband, Mels, Schweiz S.61 - 72
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