TY - GEN SP - 1 TI - Kanonenkugel AB - Im Mittelalter gehörten Krieg und Gewalt zum Alltag der Menschen. Archäologische Zeugnisse mittelalterlicher Waffenteile und der verwendeten Geschosse finden sich dennoch vergleichsweise selten. Bemerkenswert sind daher einige Funde, die 1982 auf der Gifhorner Rathaus-Baustelle bei Notbergungen entdeckt worden sind, so etwa diese beiden steinernen Kanonenkugeln.

Als das in China erfundene Schwarzpulver im 13./14. Jahrhundert auch in den europäischen Raum gelangte, führte es zur Verbreitung neuer Waffen. Die sogenannten Bombarden - große Belagerungsgeschütze des späten Mittelalters - wurden mit Schwarzpulver und Steinkugeln, später auch mit gusseisernen Kugeln bestückt. Unklar bleibt, ob und wann die hier gezeigten Kanonenkugel zum Einsatz gekommen sind. Gefunden wurden sie im Vorfeld der Vorgängeranlage des heutigen Schlosses, der alten Gifhorner Burg, die im Zuge der Hildesheimer Stiftsfehde 1519 zerstört worden ist. ( Baier u. Eichfeld 11/2020)

Ausgrabungs- / Untersuchungsdatum: 1982

Beschrieben in:
„Altstadt Gifhorn : Grabungsfunde 1982/84 ; Informationen zur Sonderausstellung“. Kreis-Heimatmuseum, Gifhorn, 1986. CN - record_kuniweb_1383824 ER -