TY - GEN
SP - 3
TI - Ziegenschädel
AB - Der hier vorgestellte Ziegenschädel wurde 1982 im Zuge der archäologischen Notgrabungen beim Neubau des Gifhorner Rathauses geborgen. Er datiert vermutlich in das 14/15. Jahrhundert.
Die Ziege - einst als „Kuh des kleinen Mannes“ bezeichnet - ist noch heute eines der Wahrzeichen Gifhorns. Eine Ziege zu halten, das konnten sich in der Vergangenheit auch ärmere Bürger der Stadt leisten, so dass die Ziegenpopulation vergleichsweise groß war. Dies führte dazu, dass Gifhorn von Bewohnern der Nachbargemeinden ein wenig abwertend als "Zickenstadt” bezeichnet wurde. Zu Unrecht, denn diese genügsamen Tiere waren von großem Nutzen und versorgten die Besitzer mit Milch und Fleisch. (Baier 11/2020)
Ausgrabungs- / Untersuchungsdatum: 1982
Literatur in Zusammenhang:
A. Wallbrecht, „Die Stadt Gifhorn : ein Beitrag zur Ersterwähnung der Stadt Gifhorn vor 800 Jahren. Archäologische Fundstellen im Landkreis Gifhorn ; 2“. Landkreis Gifhorn [u.a.], Gifhorn, 1997.
Literatur in Zusammenhang:
T. Bosse, „Die Ziegen : eine historische Betrachtung über die Stellung und die Bedeutung der Ziegen in Stadt und Kreis Gifhorn. Schriftenreihe des Kreisarchives Gifhorn ; 7“. Landkreis Gifhorn [u.a.], Gifhorn, 1995.
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