TY - GEN
SP - 2
TI - Feuereisen
AB - Der hier vorgestellte Feuerstahl (auch Feuereisen oder Feuerschläger) wurde 1982 in der Gifhorner Innenstadt gefunden. Er stammt aus den Notbergungen, die im Zuge des Rathausneubaus durchgeführt worden sind.
Der Feuerstahl ist Teil eines Bestecks bzw. Schlagfeuerzeugs, zu dem außerdem noch ein Feuerschlagstein, meist Feuerstein, und leicht entflammbarer Zunder gehörten. Diese Utensilien wurden in der Regel in einem Beutel am Leib getragen. Durch das Schlagen des Feuerstahls gegen den Stein wurde ein Funke erzeugt, der dann auf dem Zunder aufgefangen wurde. Anschließend galt es, den glühenden Zunder vorsichtig in ein Zundernest aus ebenfalls leicht brennbarem Material wie zum Beispiel trockenem Gras oder Stroh zu setzen und durch Luftzufuhr die Flamme zu entfachen. (Eichfeld & Baier 11/2020)
Ausgrabungs- / Untersuchungsdatum: 1982
Beschrieben in:
A. Wallbrecht, „Die Stadt Gifhorn : ein Beitrag zur Ersterwähnung der Stadt Gifhorn vor 800 Jahren. Archäologische Fundstellen im Landkreis Gifhorn ; 2“. Landkreis Gifhorn [u.a.], Gifhorn, 1997.
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