TY - GEN SP - 1 TI - Geröllkeule AB - Diese Geröllkeule aus Seershausen ist von schwach ovaler Form und vollständig durchlocht. Sie gehört zu einer Gruppe von mindestens 30 sogenannten Geröll- und Scheibenkeulen aus dem Landkreis Gifhorn. Die ursprünglich mit einem hölzernen Schaft versehenen Keulenköpfe wurden vermutlich multifunktional genutzt. Am wahrscheinlichsten ist eine Verwendung als Werkzeug oder Jagd- und Kampfwaffe, wobei eine zusätzliche Bedeutung als Statussymbol oder Prestigeobjekt nicht auszuschließen ist. Zeitlich sind die Stücke in das Mesolithikum und das frühe Neolithikum zwischen etwa 8700 und 4100 v. Chr. einzuordnen. (Eichfeld / Baier 08/2020)

Literatur in Zusammenhang:
E., Biermann, "Sogenannte Dell- und Geröllkeulen – Halbfabrikate und Fertigprodukte oder verschiedene Artefaktgruppen?" Archäologische Informationen 32/1&2, 2009, 83-89.

Literatur in Zusammenhang:
K. Tackenberg, „Neue Geröllkeulen in Norddeutschland“, Quartär, Bd. 21. Leidorf, Rahden, Westf, S. 81-92, 1970. CN - record_kuniweb_1376438 ER -