TY - GEN
SP - 2
TI - Schuhsohle aus Leder
AB - Für den Neubau des Gifhorner Rathauses wurde 1982 ein 4000 m² großes Baufeld in der Innenstadt geöffnet. Schon aufgrund der Lage im Bereich der nördlichen Altstadt und in unmittelbarer Nähe zum Schloss war mit zahlreichen archäologischen Funden zu rechnen. Neben Funden aus Keramik, Knochen und Metall haben sich auch organische Reste wie z.B. Teile von Lederschuhen erhalten. Die hier abgebildete Sohle zeigt eine deutlich erkennbare Naht, Kappe und Teile der Lederriemen zum Schnüren des Schuhs. Im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit wurden Schuhe in der Wendetechnik gefertigt, d.h. zunächst auf links genäht und anschließend auf rechts gewendet. Spitze Formen, wie sie der Gifhorner Schuh zeigt, lassen sich ab dem 14./15. Jahrhundert fassen. (Eichfeld / Baier 07/2020)
Ausgrabungs- / Untersuchungsdatum: 1982
Literatur in Zusammenhang:
C. Schnack, „Die mittelalterlichen Schuhe aus Schleswig : Ausgrabung Schild 1971-1975. Ausgrabungen in Schleswig ; 10“. Wachholtz, Neumünster, 1992.
Literatur in Zusammenhang:
C. Schnack, „Text. Die mittelalterlichen Schuhfunde von Schleswig / Ausgrabung Schild 1971 - 1975 ; Teil 1“. 1988.
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