TY - GEN
SP - 1
TI - Tüllenbeil
AB - Das Tüllenbeil aus Ehra-Lessien (im Foto Vorder- und Rückseite, Seiten- und Aufsicht) ist von gedrungener Form, die Breitseiten in Richtung Schneide boden- oder glockenförmig abgesetzt. Der Mündungswulst ist kräftig ausgeprägt. Es gehört noch in die bronzezeitliche Periode VI nach Montelius. Gut erkennbar sind die seitlichen Gussnähte. Diese verweisen auf das Herstellungsverfahren. Der Guss in Dauerformen ermöglichte die serielle Herstellung von Metallwerkzeugen und -geräten. Die seitliche Öse diente zur Fixierung der Schäftung. Nach BORCHERT (1990/1991) haben die im Landkreis Gifhorn gefundenen Tüllenbeile ihren Verbreitungsschwerpunkt im Elbegebiet bzw. lassen sich von Formen aus dem Elbe-Saale-Gebiet herleiten. (Baier 08/2020)
Beschrieben in:
K. J. Borchert, Katalog der bronzezeitlichen Funde aus dem Landkreis Gifhorn. Die Kunde N.F. 41/42, 1990/1991, S. 223-250.
CN - record_kuniweb_1373178
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