TY - GEN SP - 1 TI - Geröllkeule AB - Diese zerbrochene Geröllkeule aus Müden (Aller) gehört zu einer Gruppe von mindestens 30 sogenannten Geröll- und Scheibenkeulen aus dem Landkreis Gifhorn. Die ursprünglich mit einem hölzernen Schaft versehenen Keulen wurden vermutlich multifunktional genutzt. Am wahrscheinlichsten ist eine Verwendung als Werkzeug oder Jagd- und Kampfwaffe, wobei eine zusätzliche Bedeutung als Statussymbol oder Prestigeobjekt nicht auszuschließen ist. Zeitlich sind die Stücke in das Mesolithikum und das frühe Neolithikum zwischen etwa 8700 und 4100 v. Chr. einzuordnen. (Eichfeld / Baier 08/2020)

Literatur in Zusammenhang:
Biermann, E., 2015: Keulenköpfe aus Stein - eine kleine Kulturgeschichte der Schlagfertigkeit. In: H. Meller u. M. Schefzik (Hrsg.), Krieg - Eine Archäologische Spurensuche: Begleithefte zu Sonderausstellungen im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, 135-137. Halle (Saale).

Literatur in Zusammenhang:
K. Tackenberg, „Neue Geröllkeulen in Norddeutschland“, Quartär, Bd. 21. Leidorf, Rahden, Westf, S. 81-92, 1970. CN - record_kuniweb_1373174 ER -