TY - GEN
SP - 2
TI - Pferdchen mit Reiter
AB - 1982 wurden bei Notgrabungen im Zuge des Gifhorner Rathaus-Neubaus zahlreiche archäologische Funde geborgen. Neben einer großen Menge an Keramik gehören dazu auch einige nicht ganz alltägliche Funde des späten Mittelalters.
Eine Besonderheit sind unter anderem drei kleine Pferdchen aus Keramik. Nur bei dieser Figur ist der Reiter erhalten, während er bei den beiden anderen Miniaturen verloren ist. Vergleichsfunde sind auch aus anderen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Fundzusammenhängen bekannt. Vermutlich handelt es sich um Spielzeug von Kindern einer höheren sozialen Schicht. (Eichfeld & Baier 11/2020)
Literatur in Zusammenhang:
Weinlich, Edgar, Tönerne Ritterfigürchen zu Pferde – eine mittelalterliche Spielzeuggattung. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg Bd. 133, Regensburg 1993, S. 65-76.
Beschrieben in:
A. Wallbrecht, „Die Stadt Gifhorn : ein Beitrag zur Ersterwähnung der Stadt Gifhorn vor 800 Jahren. Archäologische Fundstellen im Landkreis Gifhorn ; 2“. Landkreis Gifhorn [u.a.], Gifhorn, 1997.
Literatur in Zusammenhang:
J. Oexle, „Minne en miniature - Kinderspiel im mittelalterlichen Konstanz“. Stuttgart, K. Theiss, S. 392-395, 1992.
CN - record_kuniweb_1356355
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