TY - GEN
SP - 4
TI - Augenfibel
AB - Bei einer Metallsonden-Prospektion im Auftrag der Kreisarchäologie konnte Herr Thomas Kirscht mehrere Buntmetallfunde bergen. Darunter befand sich auch eine Augenfibel der Gruppe Almgren III bzw. Heynowski 3.15.8, die in die ältere Römische Kaiserzeit (Stufe B nach Eggers) datiert. Der Bügel hat einen D-förmigen Querschnitt, der im Fußbereich jedoch eher dreieckig ausgebildet ist. Der Knoten besitzt keine erkennbare Rille oder andere Gliederung. Am Fuß haben sich keine Verzierungselemente erhalten. Im Kopfbereich sind die „Augen“ durch nach außen aufgeschnittene, eingebohrte Löcher kenntlich gemacht. Drei Windungen der Spirale sind erhalten, ebenso der plattenartig breite Sehnenhaken, nicht jedoch die Sehne. Der Nadelhalter ist in weiten Teilen erhalten.
Die Funde stammen von einer Fundstelle, die bereits 1934 entdeckt wurde. Bislang wurden nur einige wenige Urnen der vorrömischen Eisenzeit geborgen. Die neuen Funde lassen vermuten, dass hier ein Gräberfeld bis oder wieder in der älteren Römischen Kaiserzeit belegt wurde. (Hesse 01/2020)
Ausgrabungs- / Untersuchungsdatum: 19. August 2018
CN - record_kuniweb_1355709
ER -