TY - GEN SP - 6 TI - Nietblech (Beschlagblech) AB - Der frühgeschichtliche Siedlungsplatz bei Ebersdorf liegt zentral im Elbe-Weser-Dreieck auf der Stader Geest. Archäologische Grabungen zwischen 2004 und 2014 unter der Leitung der Kreisarchäologie Rotenburg (Wümme) erbrachten ein reichhaltiges Fundspektrum. Dabei verdeutlicht das keramische Spektrum ein Siedlungsgeschehen, das von der vorrömischen Eisenzeit über jüngere Römische Kaiserzeit bis ins Mittelalter reicht. Das viereckige bronzene Nietblech wurde in einem Grubenhaus im westlichen Bereich der Siedlung freigelegt. Es war sehr dünn gearbeitet und mit Ritzlinien und Dreieckspunzen verzierte. Die Ecken weisen Durchlochungen auf, wobei zwei ausgebrochen sind. Zwei der ursprünglich vier Niete sind erhalten. Die randlichen Lochungen und die noch erhaltenen geschlossenen Niete legen nahe, dass das Objekt ursprünglich auf einem anderen Gegenstand angebracht war. Wahrscheinlich diente solch ein Beschlag als Verzierungen eines Gürtels oder eines kleinen Kästchens. (Baier 01/2019)

Ausgrabungs- / Untersuchungsdatum: 2013 CN - record_kuniweb_1316898 ER -