TY - GEN
SP - 2
TI - Herzogtum Braunschweig und Lüneburg; Fürstentum Wolfenbüttel; zu 10 Taler, Mehrfachtaler, Breiter Taler (> 50 mm), Löser
AB - Juliuslöser sind die Vorbilder aller späteren Löserprägungen in Nordwestdeutschland. Den ersten Teil ihres Namens haben sie nach Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel, der solche Stücke zum ersten Mal prägen ließ. Aber auch für diese Vielfachtaler gibt es Vorbilder: goldene Vielfachdukaten, hauptsächlich aus Hamburg, die Portugalöser genannt werden. Von diesen Münzen kommt der zweite Teil des Namens.
Lange Zeit glaubte man an eine volkswirtschaftliche Erklärung der Juliuslöser als Zwangsanleihe, die einlösbar sein sollte. Die tatsächliche Erklärung für diese Münzen, die in kein Portemonnaie passen, ist aber viel einfacher: Löser waren von Anfang an, d. h. auch in der Regierungszeit von Herzog Julius, als Schaumünzen, d. h. als Repräsentationsgepräge zwischen Münze und Medaille anzusehen. Diese neue Sichtweise geht auf Forschungen eines Berliner Münzsammlers aus dem Jahre 1993 zurück.
Die niedersächsischen Löser gehören zu den größten Münzen der Geldgeschichte.
CN - isil_DE-MUS-163517_kenom_159
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