TY - GEN SP - 19 TI - Gerlachsche Karte KW - Karl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel AB - Die von Johann Heinrich Daniel Gerlach im Auftrag von Herzog Karl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel verfertigte großmaßstäbliche topographische Karte ist die bedeutendste Leistung innerhalb der exakten Kartographie des 18. Jahrhunderts im Land Braunschweig. Sie umfasst das gesamte Herrschaftsgebiet der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel: Vom Weserdistrikt um Holzminden im Westen bis zum Gebiet um Helmstedt bzw. dem Amt Calvörde im Osten; von Gifhorn im Norden bis hin zum Harz im Süden, wobei das Stift Walkenried, der Kommunionharz und das Fürstentum Blankenburg mit eingeschlossen sind. Die farbig gestalteten Kartenblätter Gerlachs zeichnen sich durch große Detailfülle, z. B. Wegeverläufe, Landwehren, Befestigungen, Brücken, Poststationen, Zoll-, Wirts-, Forst- und Jagdhäuser, Mühlen, Eisen-, Kupfer- und Blechhütten, Torf-, Stein-, Eisenstein-, Kalk-, Sand, Grand- und Mergelgruben, Wüstungen, Flurnamen u. v. m. sowie eine naturnahe Darstellung der topographischen Gegebenheiten aus, bleiben aber durch ihren Maßstab übersichtlich und bequem benutzbar. Sie geben einen lebendigen Eindruck von der Kulturlandschaft des östlichen Niedersachsen von der Weser bis zum Harz am Ende des 18. Jahrhunderts.
Literatur: H. Voges in Braunschweigisches Magazin 28, 1922, S. 42 - 47 CN - isil_DE-1811-HA_STAWO_K_3 ER -