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TI - Klappriss von Pfalz, Dom und Burgplatz in Braunschweig
AB - Der Klappriss zeigt die älteste zuverlässig erscheinende Ansicht der einstigen Burg Heinrichs des Löwen sowie der sonstigen Baulichkeiten des Burgplatzes in der frühen Neuzeit. Seine Besonderheit liegt in der dreidimensionalen Darstellung. Durch Aufklappen der auf Papier gezeichneten Fassadenansichten der Gebäude rund um den Burgplatz wird er zu einem plastischen Modell. Erst 1977 wurde er in einem Aktenband entdeckt, in dem es um einen Prozess zwischen den welfischen Herzögen der Wolfenbütteler und der Celler Linie um Rechte in und an der Stadt Braunschweig geht. Die Anfertigung erfolgte zwischen 1598 und 1604 vermutlich durch den Geometer Johannes Krabbe, um den Richtern am Reichskammergericht in Speyer die räumlichen Verhältnisse im Kern der Stadt Braunschweig zu veranschaulichen.
Literatur: Mertens und Moderhack, Die neuere Geschichte der Stadt Braunschweig in Karten, Plänen und Ansichten. Mit einem Abriß der älteren Stadtgeschichte und einer Zeittafel. Braunschweig 1981.
Silke Wagener-Fimpel, Johannes Krabbe (?):Klappriss des braunschweigischen Burgplatzes und seiner nähreren Umgebung. In: Braunschweigisches Landesmuseum, Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.), Otto IV. - Traum vom welfischen Kaisertum, 2009, 376 f.
CN - isil_DE-1811-HA_STAWO_K_13342
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