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TI - Reliquienverzeichnis des Doms in Osnabrück
AB - Kostbare liturgische Geräte und Reliquiare in vielerlei Formen aus Gold und Silber, Elfenbein und Bergkristall, aber auch seltene alte Schriften - die Osnabrücker Domschatzkammer bewahrt einen bedeutenden Kirchenschatz aus einem Zeitraum von über 1000 Jahren. Mit der Geschichte des Doms sind besonders eng die beiden spätromanischen Schreine verbunden, die die Reliquien der Heiligen Crispin und Crispinian, der Nebenpatrone des Doms, bergen. Sie ließ der Bistumsgründer Kaiser Karl der Große aus Soissons nach Osnabrück bringen. Traditionell werden sie an den Hauptfesten in den Hochaltar gestellt.
Das goldene Kapitelkreuz, um 1050 entstanden, ist reich mit Edelsteinen und Perlen verziert. Seit dem 11. Jahrhundert war es kontinuierlich als Prozessionskreuz in Gebrauch. Mit ihm empfingen die Domherren jeden neu gewählten Bischof, der die im Kreuz geborgene Reliquie - ein Span vom Kreuz Christi - kniend mit einem Kuss verehrte. Heute wird das fragile Kreuz nur ausnahmsweise zu besonderen Anlässen im Gottesdienst verwendet.
Zum Dom vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Dom_St._Peter_%28Osnabr%C3%BCck%29
Literatur: Hermann Queckenstedt (Hrsg.), Heilige Helfer. Die Reliquien Alexanders u. Reginas im Spiegel Osnabrücker Bistumsgeschichte. Begleitbuch zur Ausstellung, Osnabrück 2001
CN - isil_DE-1811-HA_STAOS_Rep_2_Nr_186
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