Städtisches Museum Göttingen



Das Städtische Museum Göttingen wurde 1889 gegründet. Es ist damit eines der ältesten stadt- und kulturgeschichtlichen Museen Niedersachsens. Träger des Museums ist die Stadt Göttingen. Die Sammlungen des Museums umfassen Objekte von der Ur- und Frühgeschichte über das Mittelalter bis in die Gegenwart mit einem Schwerpunkt im 19. und 20. Jahrhundert.



Das Museum ist das größte in Südniedersachsen, seine Sammlungen, die sich vor allem aus Schenkungen der Göttinger Bürgerschaft speisen, sind von überregionaler Bedeutung. Bedeutende Sondersammlungen sind die Kirchenkunstammlung, die Judaica-Sammlung, die Textilsammlung und die grafische Sammlung. Da das Museum gegenwärtig baulich saniert und umgebaut wird, ist in der Dauerausstellung nur die Präsentation der Kirchenkunst geöffnet. Das Museum bietet außerdem ein Programm mit vielfältigen Angenoten für junge und nicht mehr ganz so junge Besucher an.


Adresse:


Städtisches Museum Göttingen

Ritterplan 7/8
37073 Göttingen
Telefon: +49(0)551/2845
museum@goettingen.de
www.museum.goettingen.de
Museumsinformationen des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen e.V.
www.mvnb.de/museumssuche/
detail/museum/staedtisches-museum-goettingen/




Digitale Sammlungen


Kirchenkunst Judaica
Die Kirchenkunstsammlung des Städtischen Museums Göttingen gehört zu den bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in Norddeutschland. Sie zeichnet sich zum einen durch ihre regionale Geschlossenheit aus, da die meisten Objekte aus dem Eichsfeld stammen. Zum anderen enthält die Göttinger Sammlung Objekte vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert, während sonst in Norddeutschland mit der Einführung der Reformation im 16. Jahrhundert die Tradition kirchlicher Kunst zum Erliegen kam. Das bedeutendste Objekt der Göttinger Sammlung ist die Bilshäuser Madonna, eine der wenigen monumentalen Freiplastiken des 12. Jahrhunderts aus dem sächsischen Raum. Die Sammlung umfasst weiterhin zahlreiche Skulpturen, Flügelaltäre und liturgisches Gerät.

Zu den Objekten der Sammlung
Die Judaica-Sammlung des Städtischen Museums Göttingen beinhaltet eine lokal, regional und überregional bedeutsame Sammlung von jüdischen Objekten aus dem 17. - 19. Jahrhundert. Es sind einzigartige Sachzeugen für jüdisches Leben insbesondere in Südniedersachsen. Die Sammlung besteht aus rund 200 Objekten, meist aus dem synagogalen Bereich, wie etwa Thora-Vorhänge, Thora-Wimpel, Thora-Schilder und Thora-Kronen. Ein Großteil davon ist von außergewöhnlich künstlerischen und historischen Wert. Weiterhin sind im Bestand unterschiedliche jüdische Kultgegenstände wie Beschneidungswerkzeug, silberne Ritualia und selten erhaltene Objekte für das Sukkotfest vorhanden.

Zu den Objekten der Sammlung