Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig



Das Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig gehört zu den bedeutendsten und vielseitigsten Kunstmuseen Deutschlands. Namensgeber ist Herzog Anton Ulrich (1633-1714), eine der glänzendsten Sammlerpersönlichkeiten unter den Braunschweiger Welfen-Herzögen. Bereits 1754 wurden Teile der Fürstlichen Sammlungen durch die Museumsgründung der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Damit ist das Herzog Anton Ulrich-Museum eines der ältesten Museen Europas.

190.000 hochrangige Werke vom Alten Ägypten bis zur Gegenwart machen die Kunst der Welt erlebbar. Die Bestände umfassen Gemälde, Skulpturen, Handzeichnungen, Druckgraphik und Angewandte Kunst. Bewahrt und präsentiert wird all dies in den Museumsgebäuden an der Museumstraße und in der Burg Dankwarderode am Burgplatz. In den letzten 20 Jahren konnten u.a. bedeutende Gemälde aus dem 15. Jahrhundert und herausragende graphische Selbstbildnisse der Moderne erworben werden.

Seit 2010 wird das 1887 eröffnete Museumsgebäude durch einen Erweiterungsbau mit Kupferstichkabinett, Bibliothek, Werkstätten, Depots und Verwaltung ergänzt. Das historische Haupthaus wird auf den Ursprungszustand zurückgebaut und nach Renovierung mit moderner Ausstellungstechnik ausgestattet. In der Zwischenzeit werden in der Burg Dankwarderode – neben der dort ständig gezeigten Mittelaltersammlung – Meisterwerke aller Sammlungen in der Sonderschau "Epochal" präsentiert.




Foto: Cordes, Herzog Anton Ulrich-Museum


Adresse:


Herzog Anton Ulrich-Museum
Kunstmuseum des Landes Niedersachsen
Niedersächsische Landesmuseen Braunschweig

Museumstr. 1
D-38100 Braunschweig
Tel.: 0531 / 12 25 24 09
Fax.: 0531 / 12 25 24 08
www.museum-braunschweig.de
Museumsinformationen des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen e.V.
www.mvnb.de/museumssuche/
detail/museum/herzog-anton-ulrich-museum/




Digitale Sammlungen


Bedeutende europäische Handzeichnungen im Kupferstichkabinett des Herzog Anton Ulrich-Museums Braunschweig Kunstwerke
Der Weltrang der Sammlungen des Braunschweiger Herzog Anton Ulrich-Museums verdankt sich auch den ca. 15.000 europäischen Handzeichnungen vom Mittelalter bis zur Gegenwart im Kupferstichkabinett. Aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeit können sie nicht ständig ausgestellt werden.

Unter ihnen befinden sich Meisterwerke von Künstlern wie Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä., Pieter Bruegel d. Ä., Jacopo Tintoretto, Palma Giovane, Jacques Bellange, Peter Paul Rubens, Anton van Dyck, Rembrandt, Giambattista Tiepolo, Carl Blechen, Gustave Courbet, Paul Cézanne, Ernst-Ludwig Kirchner, André Masson, Georg Baselitz und Francesco Clemente.

Nun werden ca. 3.800 der bedeutendsten Zeichnungen des Kupferstichkabinetts mit exzellenten Abbildungen und den wichtigsten Objektdaten im Internet präsentiert. Darunter sind auch die umfangreichen zeichnerischen Nachlässe der wichtigsten in Braunschweig wirkenden Künstler des 17. bzw. 18. Jahrhunderts, Johann Oswald Harms und Pascha Johann Friedrich Weitsch.

Zu den Objekten der Sammlung
Die von Herzog Anton Ulrich begründeten Sammlungen des Kunstmuseums ist heute in folgende Bereiche gegliedert: die Gemäldegalerie, die Abteilung der Skulpturen und Angewandten Kunst, das Münzkabinett sowie das Kupferstichkabinett. Die Gemäldegalerie ist eine der bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in Deutschland und mit ihrer Vielseitigkeit macht sie Malereigeschichte vom Mittelalter bis um 1800 erlebbar. Besonders bekannt sind die reichen Bestände holländischer und flämischer Meister des „Goldenen Jahrhunderts“ von Meistern wie Vermeer, Rembrandt oder Rubens.

Außerdem befinden sich rund 7000 Skulpturen und außereuropäische Objekte im Bestand des Herzog Anton Ulrich-Museums. Neben der bedeutenden Sammlung mit italienischen, französischen, niederländischen und deutschen Bronzestatuetten sowie den überwiegend deutschen Elfenbeinskulpturen sind wichtige Ägyptiaca und Kunstwerke fremder Völker Bestandteil der herausragenden Sammlung.

Die umfangreiche Sammlung der Angewandten Kunst enthält der italienischen Majolika, der Limogeser Maleremails, der Kostbarkeiten, der künstlerischen Wachse, des Fürstenberger Porzellans, der Wedgewoodkeramik, der Gläser, der historischen Möbel, der Uhren, der Waffen, des Porzellans, der Fayencen und des Steinzeugs. Ergänzt wird die Sammlung des als Universalmuseum geltenden Hauses durch rund 30.000 Münzen, Medaillen und münzähnliche Stücke von der Antike bis zur Neuzeit.

Zu den Objekten der Sammlung