Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung





Das Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) in Braunschweig analysiert Schulbücher und andere Bildungsmedien mit einem kulturwissenschaftlich-historischen Schwerpunkt. Zudem berät es nationale und internationale Bildungsakteure und unterstützt Wissenschaftler mit Forschungsinfrastrukturen für die Bildungsmedienforschung.

Die Bibliothek des Georg-Eckert-Instituts ist eine national und international einzigartige Forschungsbibliothek für die vergleichende Schulbuchforschung. Sie stellt in ihren Räumen die weltweit umfangreichste Sammlung internationaler Schulbücher der Fächer Geschichte, Geographie, Politik/Sozialkunde, Werteerziehung/ Religion und Deutsch für die Forschung bereit. In Verbindung mit einem großen Bestand an Forschungsliteratur schafft sie für Wissenschaftler zahlreicher Disziplinen ideale Voraussetzungen für die vergleichende Forschung am Medium Schulbuch. Über das Internet hält sie digitale Angebote und Werkzeuge für die Bildungsmedienforschung aktuell und verfügbar. Genutzt werden die Printbestände und digitalen Angebote vor allem von Wissenschaftlern aber auch von Studierenden, Lehrern und Schulbuchautoren. Zu den herausragenden Beständen der Bibliothek gehört die große Sammlung an historischen Schulbüchern, die bis ins 17. Jahrhundert zurückgeht.


Adresse:


Celler Strasse 3
38114 Braunschweig
Telefon: +49(0)531/5909931
bibauskunft@gei.de
http://bibliothek.gei.de


Digitale Sammlungen


GEI-Digital: Schulbücher aus dem 17. Jahrhundert bis 1918
Die digitale Sammlung umfasst Geschichts- und Geographieschulbücher, sowie Realienbücher und Atlanten aus der Zeit des 17. Jahrhunderts bis 1918. Ein Großteil der Werke stammt aus der Zeit des Deutschen Kaiserreichs. Einen besonderen Teil der Sammlung bilden die 32 digitalisierten Geschichtsatlanten aus dem 19. und vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Geschichtsatlanten stellen als systematisches Werk der Kartographie einen eigenen Typus dar, der zur Visualisierung historischer Ereignisse, Zustände und Entwicklungen dient. Wegweisend für die Weiterentwicklung des Geschichtsatlas als nationales Standardwerk war in Deutschland der von Friedrich Wilhelm Putzger erstmals 1877 vorgelegte und bis heute erscheinende Historische Schulatlas. Der Schulatlas, der u.a. mit Karten von historisch bedeutenden Schlachtordnungen ausgestattet ist, prägte mit seinen nunmehr über 100 Auflagen das Geschichtsverständnis von Generationen und ist Teil der vorliegenden Sammlung.

Die Sammlung wird laufend erweitert, so dass hier ein einmaliges Quellencorpus als Grundlage für die historische Forschung entsteht. Schulbücher bilden eine Quellengattung die sich ideal eignet, um Sinnwelten und Werte in Bezug auf den sozialen Zusammenhalt und die politische Legitimation von Gesellschaften zu untersuchen. Für die Epoche der Nationalstaatsgründung kommt deutschen Geschichtsschulbüchern des Kaiserreichs als Instrument staatlicher Erinnerungspolitik und als Schlüsselressource der nationalstaatlich kontrollierten Identitätsbildung eine zentrale Rolle zu.

Zu den Objekten der Sammlung

Sammlungen dieser Einrichtung