Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen



Mit der 1734 gegründeten Niedersächsischen Staats-und Universitätsbibliothek Göttingen wurde erstmals das Konzept einer modernen Forschungsbibliothek verwirklicht. Bereits im 18. Jahrhundert baute sie Bestände von nationalem wie internationalem Rang auf, die auch im weiteren Verlauf ihrer Geschichte kontinuierlich gepflegt wurden. Daraus sind der Bibliothek vielfältige Aufgaben auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene erwachsen.



Mit einem heutigen Bestand von mehr als sechs Millionen Medieneinheiten zählt die SUB Göttingen zu den größten Bibliotheken Deutschlands. Rund 5.500 Besucherinnen und Besucher kommen täglich allein in die 1993 eröffnete Zentralbibliothek am Platz der Göttinger Sieben. Die wissenschaftshistorischen Sammlungen und Schätze des Kulturerbes der SUB Göttingen reichen von mittelalterlichen Handschriften über eine bedeutende Wiegendrucksammlung bis hin zu vielen seltenen Drucken aller Wissensgebiete, von handgezeichneten und gedruckten historischen Karten bis hin zu Nachlässen und Manuskripten bedeutender Gelehrter. Sie stehen der Wissenschaft im Historischen Bibliotheksgebäude am Papendiek 14 zur Verfügung. Auch in ihren Bereichsbibliotheken bietet die SUB Göttingen ein differenziertes Angebot an Studien- und Forschungsmöglichkeiten. Als weltweit anerkanntes Kompetenzzentrum für die Digitale Bibliothek stellt sie ihrern Nutzerinnen und Nutzern weit über Göttingen hinaus vielfältige innovative Services zur Verfügung. Für ihre Leistungen hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten.


Adresse:


Platz der Göttinger Sieben 1
37073 Göttingen
Telefon: +49551395212
hg-info@sub.uni-goettingen.de
www.sub.uni-goettingen.de


Digitale Sammlungen


Göttinger Universitätsgeschichte -
Gedruckte Werke
Göttinger Universitätsgeschichte -
Portraits
Die gedruckten Werke zur Universitätsgeschichte beleuchten die Entwicklung der Georgia Augusta seit ihren Gründungstagen bis zum Universitätsjubiläum im Jahre 1937. Die Sammlung enthält Erlasse und Verordnungen, Beschreibungen der Universität und ihrer Einrichtungen, Erinnerungen von Studenten an ihre Studienzeit in Göttingen und viele Werke von bedeutenden Gelehrten aus den ersten beiden Jahrhunderten ihrer Geschichte. Neben den Berichten über die Jahrfeiern der Universität finden sich auch Veröffentlichungen über krisenhafte Entwicklungen wie den Siebenjährigen Krieg, die Entlassung der Göttinger Sieben oder die Zeit des Königreichs Westphalen.

Zu den Objekten der Sammlung
Die heute etwa 3.400 Abbildungen umfassende Porträtsammlung der Georg-August-Universität Göttingen wurde von dem Anatomieprofessor Max Voit (1876-1949) angelegt. Voit sammelte Kupferstiche und Fotografien Göttinger Professoren im Zusammenhang mit dem Universitätsjubiläum 1937 und veröffentlichte eine Auswahl aus seiner Sammlung in einem gedruckten Album unter dem Titel „Bildnisse Göttinger Professoren aus zwei Jahrhunderten (1737-1937)“. Die Verwaltung der Universität sorgt bis heute dafür, dass neu nach Göttingen berufene Professoren ihr Foto für die Sammlung Voit zur Verfügung stellen.

Zu den Objekten der Sammlung
Göttinger Universitätsgeschichte -
Stammbuchblätter
Göttinger Universitätsgeschichte -
Archivalien
Stammbücher waren seit der Mitte des 18. Jahrhundert besonders unter Studenten weit verbreitet. Der Stammbuchbesitzer ermunterte seine Kommilitonen und Freunde, aber auch die Professoren an seiner Universität, zum Ausdruck der Verbundenheit Sinnsprüche oder Zitate, gelegentlich auch kleine Skizzen oder aufwendigere Zeichnungen in das Stammbuch einzutragen. Die handgezeichneten Illustrationen wurden seit etwa 1770 von gedruckten Stammbuchblättern abgelöst, die zuerst von dem Göttinger Buchbinder und Drucker Johannes Carl Wiederhold (1743-1826) angefertigt wurden. Die querformatigen Kupferstiche traten von Göttingen aus an allen deutschen Universitäten ihren Siegeszug an. Als Motive dienten Ansichten von Städten, Gebäuden und Landschaften, literarische und religiöse Motive oder Porträts. Das gebundene Stammbuch wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts von Stammbuchkassetten abgelöst, in denen lose Blätter mit Kupferstichen oder Radierungen verwahrt wurden. Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek besitzt ca. 60 Stammbücher.

Zu den Objekten der Sammlung
Die vorgestellten Archivalien stellen eine Auswahl der prominentesten Stücke des Universitätsarchivs dar. Sie liefern einen Querschnitt durch die Bestände des Archivs und damit auch durch die Geschichte der Universität. Aus der Gründungsphase der Universität stammen die ersten Privilegien und Statuten, die im Verlauf des 20. Jahrhunderts durch moderne Satzungen abgelöst wurden. Die historischen Grundrisse der ersten Universitätssternwarte und des ehemaligen Dominikanerklosters illustrieren die frühen baulichen Aktivitäten der Georgia Augusta. Einen Eindruck von der Bedeutung der in Göttingen lehrenden Hochschullehrer vermitteln ausgewählte Stücke aus den jeweiligen Personalakten. Neben der ersten philosophischen Frauenpromotion von Dorothea Schlözer werden weitere Ereignisse der Universitätsgeschichte dokumentiert, wie etwa die französische Besetzung Göttingens, die Entlassung der „Göttinger Sieben“ sowie die Vertreibung der jüdischen Gelehrten unter dem Nationalsozialismus.

Zu den Objekten der Sammlung
Niedersächsische Karten aus der SUB Göttingen
Die Göttinger Bibliothek sammelt Karten und Atlanten seit ihrer Gründung 1734 mit ungewöhnlich hoher Intensität. Neben den Einzelkäufen legte die Übernahme großzügiger Schenkungen und bedeutender Nachlässe den Grundstein für eine der bedeutendsten Kartensammlungen Europas. 1888 wurde die Kartensammlung für etwa ein Jahrhundert zu großen Teilen als Dauerleihgabe an das Geographische Institut abgegeben. Heute befindet sich der historische Bestand wieder in der Kartensammlung der Bibliothek und ist über die Kataloge recherchierbar. Neben dem bedeutenden Altbestand von mehr als 65.000 Blättern umfasst die Sammlung etwa 350.000 Kartenblätter und 6.000 Atlanten aus der Zeit nach 1945. Die digitalisierten Karten Niedersachsens spiegeln nur einen kleinen Ausschnitt dieser herausragenden Sammlung wider.

Zu den Objekten der Sammlung